Trauerfeuer: Workshop + Ritual
Ein lebendiges Feuer. Natur. Gemeinschaft auf Zeit.
04./05.- 08. November 2026
Kulturherberge e.V. / Wernershöhe (Hildesheim /Alfeld)
Du bist willkommen mit allem, was da ist: mit einem ganz frischen Schmerz, mit einer altvertrauten Trauer oder einfach mit einer leisen Ahnung, dass da etwas Raum braucht. Ebenso willkommen sind Menschen, die andere in ihrem Alltag begleiten, sei es in Therapie, Beratung, Pädagogik oder im sozialen und medizinischen Bereich.
Ein Trauerfeuer
Fünf Tage lang kommen wir als Gemeinschaft an einem stillen Ort in der Natur zusammen. Wir schaffen einen geschützten Raum, in dem du und deine Trauer voll und ganz willkommen seid. Du musst nichts leisten, nichts erklären oder beweisen. Du darfst kommen, wie du bist: mit Schmerz, Wut und Erschöpfung genauso wie mit Dankbarkeit oder dem Gefühl, gerade gar nichts zu fühlen.
In unserer Kultur wird Trauer meist als individueller Prozess verstanden und ins Private verdrängt. Anthropologisch und psychologisch betrachtet ist Trauer jedoch ein natürlicher, kollektiver Regulationsmechanismus, der nach sozialer Co Regulation verlangt. Hier geben wir ihr wieder einen gemeinsamen Platz. Willkommen ist dabei jede Form von Verlust: der Abschied von geliebten Menschen, der Schmerz über den Zustand unserer Welt oder bisher ungelöste emotionale Verletzungen…
Wenn wir Trauer im geschützten Raum teilen und gegenseitig bezeugen, wird das Nervensystem entlastet und schwerer Schmerz wird psychisch tragbarer. Wo Worte fehlen, unterstützen somatische Übungen, Rituale, Musik und der Aufenthalt in der Natur die neurobiologische Integration. Indem wir verdrängten Emotionen wieder Raum geben, wird die Kapazität für Resilienz, Freude und echte Verbundenheit schrittweise wiederhergestellt.
Im Zentrum steht ein großes Feuer in einer Jurte, das wir gemeinsam vorbereiten, entzünden und Tag und Nacht hüten. Es bildet den Mittelpunkt, an dem Halt und Stabilität spürbar werden. Austausch im Kreis, Übungen zur Selbsterfahrung und Wissen über Trauerkulturen begleiten uns. Dabei bestimmst du jederzeit dein eigenes Tempo, und auch Pausen oder Rückzug haben ihren festen Platz.
Wir haben noch 7 Plätze für Menschen, die sich den Seminarbeitrag gerade nicht leisten können. Mehr unter Anmeldung.
Das Team
Das Kernteam besteht aus Ilan Hunke, Judith Sauer und Francesca Wellsow, so wie weiteren 6 Menschen, die das Trauerfeuer auf festen Säulen mittragen: Katja Abraham, Jen Pötzsch, Romy Neubert, Kirsten Teubel, Gitta Sbreny und Johanna Barwich. Dazu kommen noch Dani und Anke für gute und nahrhafte Verpflegung sorgen, damit unsere Körper den Halt bekommt, den tiefe Gefühle brauchen.
Ilan: „Ich bringe das Trauerfeuer aus eigenen tiefen Erfahrungen in die Welt und habe diese wunderbaren Menschen an meiner Seite, die das Vorhaben auf vielen Ebenen mit mir tragen. Es wächst aus vielen Begegnungen und Wegen, die sich über Jahre gekreuzt und verortet haben.
Die Grundlagen für die Trauerfeuer durfte ich bei Isabel Knauf, Cornelius Plache und Judith Wilhelm kennenlernen. In ihre Arbeit fließt das tiefe, verkörperte Wissen von Sobonfu Somé und anderen wegweisenden Menschen ein. Auch die Trauerarbeit am Wasser bei Lien De Coster und Zaia Hoffmann in Schweden hat mir neue Räume eröffnet.
Meine Ausbildung zur initiatischen Begleiterin bei Kathrin Raunitschka von der Drachinzeit lehrte mich, all diese Ströme in eine eigene, schlichte und hier verwurzelte Form zu weben.
Ein ruhiges, prozessorientiertes und klares Fundament entwickelte sich in mir durch die Zeit bei Memento Bestattungen. Dort durfte ich mein Wissen im täglichen Miteinander mit An- und Zugehörigen vertiefen, einfache Rituale mithalten und entwickeln, die Menschen wahrhaftig durch ihre Trauer begleiten.
Es ist mir ein Anliegen mit dieser Arbeit einen Ort zu schaffen, der an unser Leben im Hier und Heute angepasst ist und auf kulturelle Aneignung verzichtet. Ich wünschen mir, dass Trauer authentisch erlebt werden kann, unabhängig von Herkunft, Tradition oder Glauben. Ich möchte etwas entstehen lassen, was die Welt zu einem besseren Ort macht.“
Der Ort
Der Trauerfeuer Workshop findet in der Kulturherberge Wernershöhe statt, einem einfachen und besonderen Ort mitten im Naturschutzgebiet des Leineberglands zwischen Alfeld und Hildesheim. Auf einer Anhöhe gelegen, umgeben von Wiesen, Wäldern und weitem Himmel, bietet die Herberge viel Ruhe und Platz.
Wir nutzen das Haus während des Seminars exklusiv und teilen das weitläufige Gelände lediglich mit der dort lebenden Familie und den Mitbewohner. Rund um das Haus laden Wiesenund kleine Wege dazu ein, Zeit in der Natur zu verbringen.



Die Kulturherberge ist kein Hotel und kein Ort des Luxus. Sie ist eine alte, gemütliche und stellenweise in die Jahre gekommene Herberge mit einer warmen, einfachen und herzlichen Atmosphäre. Die Unterbringung erfolgt in acht Gästezimmern, überwiegend als Mehrbettzimmer.
Die Herberge wird seit vielen Jahren von einem gemeinnützigen Verein getragen und lebt von Menschen, die sie mitgestalten und beleben.
Anfahrt mit dem Zug
Am einfachsten reist ihr bis Alfeld, alternativ bis Hildesheim. Von dort bringt euch die Buslinie 44 nach Wrisbergholzen. Von der Bushaltestelle führt ein etwa 20-minütiger Spaziergang durch den Wald und eine Eschenallee hinauf zur Kulturherberge. Der Weg ist wunderschön und eine schöne Möglichkeit, in Ruhe anzukommen.
Wer gerne weiter läuft, kann auch direkt vom Bahnhof Alfeld zur Herberge wandern (ca. 1,5 Stunden).
Mit dem Auto oder Fahrrad
Die Kulturherberge liegt auf der Verbindungsstraße zwischen Hildesheim und Alfeld. Am höchsten Punkt der Strecke führt ein ausgeschilderter Privatweg direkt durch den Wald zur Herberge.
Gerne vernetzen wir euch vorab miteinander, damit Fahrgemeinschaften entstehen können.

Der Termin fürs das nächste Trauerritual im Nov 2027 steht schon.
Hier kannst du dich anmelden:
Dein Körper spricht
Ein traumasensibles Aufstellungsritual zur Wahrnehmung und zum Sichtbarmachen der Geschichte des eigenen Körpers, begleitet von einer gemalten Momentaufnahme in individueller Einzelarbeit.

Dein Körper trägt deine Geschichten, Erfahrungen und Gefühle wie ein Gefäß das alles speichert und erinnert, auf und unter deiner Haut und in deinen Knochen. Wir geben ihm eine Möglichkeit zu erzählen, was er mitteilen möchte und öffnen dabei einen sicheren Ort der Begegnung: mit dir selbst, mit dem, was war, und mit dem, was sich gerade zeigen möchte um das nach außen zu bringen, was im Inneren wirkt.
Der Ablauf
Zunächst wählst du intuitiv einige Farben aus – solche, die dich anziehen, berühren oder gerade zu dir sprechen. Dann legst du dich ohne Kleidung auf einen weichen, angenehmen Untergrund und bedeckst dich mit einem weisses Baumwolltuch. Darunter findest du Ruhe in deinem Körper. Das Ritual beginnt.
In Stille oder mit Musik beginne ich, auf deinem Körper zu malen. Die Farben fließen, die Bewegung folgt dem Moment. Ich nutze Farben, Linien und Flächen als Ausdrucksform und zeige dabei tiefe emotionale Schichten aus dem Unterbewußtsein, die es zeigen möchte.Das Tuch wird zur Leinwand für das, was entstehen darf.
Für wen ist dieses Angebot?
Für alle, die Neugierig sind und sich mit der Geschichte und den Themen im eigenen Körper auseinandersetzen möchten. Du braucht keine Vorerfahrungen, nur deine Bereitschaft, da zu sein.
Es ist eine Erfahrung. Und eine Erinnerung. Ein visuelles Sichtbarmachen von einer Schicht deines Seins, von dem was gerade in dir lebendig ist. Nicht das bemalte Tuch steht im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung selbst.
Termine: individuell nach Vereinbarung
Ort: Potsdam
Dauer: Die Sitzung findet einzeln statt und dauert etwa 90 min., inklusive Vor-und Nachgespräch.
Kosten: 125 Euro
Fragen und Anmeldung: hallo@ilan-meta.de
Das entstandene Körperbild gehört dir.



Einfach – draußen sein
Wenn sich das Leben wandelt: Initiatische Arbeit in und mit der Natur

3 Tage in der Natur, in Gemeinschaft.
Wenn sich das Leben wandelt, begleiten wir – mit einfachen Ritualen, Naturerfahrung und innerer Ausrichtung. Wir schaffen Raum für Orientierung und Wandlung. Eingeladen sind alle Erwachsenen – mit und ohne Erfahrung im Draußensein.
Wir schlafen in einem großen wilden Garten – unter dem Tarp oder unter freiem Himmel. Wir kochen am Feuer und hacken unser eigenes Holz. Wir gehen mit unseren Themen in die umliegende Natur und kehren mit Erlebnissen zurück ans Feuer. Wir teilen unsere Geschichten und Wünsche. Wir hören einander zu und erkennen uns im Gegenüber. Wir erzählen uns unsere Träume. Und wir bewegen, wovon wir uns verabschieden und was wir Neues in unser Leben einladen möchten.
Ort: Nähe Freiberg, bei Dresden
Preis: ca 350,- € inkl. veg. bio. Verpflegung
Termin: Neuer Termin folgt. Wenn du zeitnah informiert werden möchtest, schreib uns gern eine E-Mail.
Anmeldung & Fragen: wald@lebensschule-ost.de
Leitung:
Katja Abraham: Dankbarkeit. Neugier. Überblick. Verbindung. Struktur.
Ilan Anita Hunke: Herausforderungen. Klarheit. Aufbruch. Koherenz.
Gela Rippel: Gemeinschaft. Intuition. Tatkraft. Musik. Freude.
Anmeldung und Fragen wald@lebensschule-ost.de
Wir können vieles allein, aber wir können nicht einander bezeugen, zuhören, gehört werden, uns spiegeln, inspirieren, füreinander da sein …
