Angebote
Hier findest du Angebote, die ich entweder allein oder gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen ins Leben rufe. Ich begleite dich feinfühlig durch Zeiten der Veränderung und unterstütze dich dabei, eine tiefe Verbindung zur Natur zu finden. Zudem lade ich dich ein, die Kraft von Ritualen zu entdecken und das stärkende Gefühl von Gemeinschaft zu erleben.
Selbsterfahrungsangebot & Gemeinschaft auf Zeit
„Trauerfeuer: Workshop + Ritual„
Ein lebendiges Feuer. Natur. Gemeinschaft auf Zeit.
04.- 08. November 2026
Kulturherberge e.V. / Wernershöhe (Hildesheim /Alfeld)
Warum ein Trauerfeuer?
Trauer ist mehr als ein schmerzhaftes Gefühl. Sie kann uns schwer werden lassen, uns müde machen oder uns den Atem nehmen. Manchmal zieht sie uns nach innen, manchmal lässt sie uns leer oder abgeschnitten fühlen. Trauer kann trennen: von unserer Lebendigkeit, von anderen Menschen und manchmal auch von uns selbst. Sie kann so überwältigend sein, dass wir versuchen, sie zu vermeiden, zu verdrängen oder schnell hinter uns zu lassen. An manchen Stellen ist das verständlich und hilfreich. An anderen wird das Ausweichen vor der Trauer selbst zu einer Belastung und kann weitere emotionale Schwierigkeiten nach sich ziehen.
Verbundenheit, Mitgefühl und andere Menschen sind natürliche Begleiter der Trauer. Sie ermöglichen es uns, in Kontakt mit uns selbst zu bleiben, während wir trauern. Sie erinnern uns daran, dass Trauer zum Menschsein gehört und dass wir mit ihr nicht allein sind. Und sie eröffnen uns, wenn wir es wollen, Wege durch die Trauer hindurch, anstatt an ihr vorbei zu leben.
Manchmal liegt unter der Trauer noch mehr. Trauer kann wie ein Raum sein, in dem sich viele Verluste sammeln: zerbrochene Beziehungen, gescheiterte Hoffnungen, Krankheit, körperliche Versehrtheit, ungelebtes Leben oder der Schmerz über den Zustand unserer Welt. Nicht immer wissen wir genau, was wir betrauern. Und oft zeigt sich die Trauer erst, wenn wir ihr langsam und behutsam Aufmerksamkeit schenken.
Wenn wir der Trauer Raum geben, kann sich etwas bewegen. Was lange festgehalten oder still geworden ist, kann sich allmählich lösen. Trauer kann uns nicht nur durch Schmerz führen, sondern auch Türen öffnen zu mehr Verbundenheit, Klarheit und vor allem zu mehr Lebendigkeit.
Trauer ist so individuell wie jeder Mensch. Am Trauerfeuer ist jede Form von Trauer willkommen, auch die, die keinen klaren Namen hat, die lange getragen wurde oder die aus früheren Generationen mitschwingt. Du hast dort Zeit, deiner eigenen Trauer nachzuspüren und du musst deine Trauer nicht allein tragen.
Du bist willkommen, wenn gerade ein Verlust dein Herz bewegt oder wenn du schon länger Trauer in dir trägst. Auch wenn du nicht genau weißt, was dich gerade bewegt, bist du eingeladen, dies gemeinsam mit uns zu erforschen. Willkommen sind ebenso Menschen, die andere in ihrem Alltag begleiten und mit emotionalen Prozessen arbeiten, in Therapie, Beratung, Pädagogik oder im sozialen und medizinischen Kontext.
Das Trauerfeuer im Überblick
Für fünf Tage kommen wir als Gemeinschaft auf Zeit an einem stillen, abgelegenen Ort in der Natur auf einer Anhöhe zusammen. Während dieser Tage werden wir mit gutem, nährendem Essen versorgt und treffen uns im großen Kreis und in Triaden.
Im Zentrum steht das gemeinsame Vorbereiten eines Rituals: ein großes Feuer in einer Jurte, das der individuellen und kollektiven Trauer gewidmet ist. Dafür hacken und stapeln wir Holz und kleiden die Jurte mit Decken und Kissen aus. Die innere Vorbereitung geschieht durch das Teilen von Wissen im großen Kreis sowie durch das Zuhören und Erzählen von Persönlichem in Kleinstgruppen.
Am zweiten Tag unserer gemeinsamen Zeit entzünden wir das Feuer gemeinsam, hüten und begleiten es Tag und Nacht, bis es verlischt. Das Feuer bildet den ruhenden Mittelpunkt unserer Zeit. Es schafft einen geschützten Rahmen, in dem Trauer nicht erklärt oder gelöst werden muss.
In dieser gemeinsamen Zeit vertiefen wir unser Wissen über „unsere“ und andere Trauerkulturen. Wir erforschen, wie wir uns der eigenen Trauer zuwenden und sie erleben können, wie unterschiedlich und individuell sie sich zeigt und wie kollektive Trauerthemen uns miteinander verbinden. So können Annahme, Kontakt und Lebendigkeit wachsen.
Was dich erwart
– Einführung in Trauerkulturen, rituelle Arbeit mit dem Trauerfeuer
– Zeit für Wahrnehmung, Austausch in kleinen Gruppen
– Somatische Übungen zur Erdung und zum Spüren des Körpers
– Gemeinsames Singen, achtsames Lauschen und geteilte Stille
– Momente von Humor und Leichtigkeit
– viel Zeit für dich in der Natur
– gutes, nährendes Essen (bio, vegan + vegetarisch)
– Integration der eigenen Trauer
– Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft
Wir verbringen den größten Teil der Zeit draußen: am Feuer in der Jurte oder in der Natur. Alle Angebote sind freiwillig. Stille, Rückzug, eigenes Tempo und Pausen sind jederzeit möglich.
Termin: von Mittwoch, 4. Nov. ca. 16:00 Uhr – Sonntag, 8. Nov. ca. 12:00 Uhr
Ort: Kulturherberge e.V., Wernershöhe, Sibbesse
Kost & Logis
– Mehrbettzimmer: € 170,- bis € 196,– * **
– Eigenes Zelt € 100,– oder Bus: € 150,– (max. 4)
inkl. biologisch, vollwertig, vegan und vegetarischer Kost.
(Bettwäsche und Handtücher können für 5 Euro ausgeliehen werden)
* Wenn ihr zusammen schlafen möchtet, schreibt uns gern. Wir versuchen, eure Wünsche zu berücksichtigen.
** Die Mehrbettzimmer haben unterschiedliche Preise. Wir teilen die die noch freien Schlafmöglichkeiten nach deiner Anmeldung mit.
Seminarkosten
€ 420,– bis € 700,– (nach Selbsteinschätzung)
Mit dem höheren Beitrag ermöglichst du auch anderen die Teilnahme, die sich das Seminar sonst nicht leisten könnten. Vielen Dank für deine Solidarität!
405,– € Ich komme mit Freund:in
(bitte teile uns den Namen mit)
(Eine Ratenzahlung ist auf Anfrage möglich)
Weitere Fragen oder Lust über aktuelles Informiert zu werden?
Dann schreib an: anmeldung@ilan-meta.de
Ilan ist initiatische Begleiterin, Co-Bestatterin und begleitet Menschen in Lebensübergängen aller Art. „Vor sieben Jahren nahm ich gemeinsam mit meinem damals fast einjährigen Sohn zum ersten Mal an einem Trauerfeuer bei Isabel Knauf und Cornelius Plache in der Wildnisschule Hoher Fläming teil. Während in der Mitte des Tipis ein großes Feuer brannte und die Erwachsenen ihrer Trauer laut und leise Ausdruck gaben, spielte mein Sohn ungestört im Kreis der Feuerstelle mit Klötzen des Feuerholzes. Das Ritual fühlte sich intensiv und wohlig an. Es gab mitfühlendes Bezeugen, vielfältige Formen von Trauer und auch viele sehr lustige Momente. Diese Erfahrung hat mein Verständnis von Trauer nachhaltig geprägt und mich tiefer und mit einem neuen erfrichenden Verständis von Trauerarbeit und auf meinen heutigen Weg geführt.„



Es ist mir ein Anliegen mit dieser Arbeit einen Ort zu schaffen, der an unser Leben im Hier und Heute angepasst ist und auf kulturelle Aneignung verzichtet. Ich wünschen mir, dass Trauer authentisch erlebt werden kann, unabhängig von Herkunft, Tradition oder Glauben.
Der Ort
Der Trauerfeuer Workshop findet in der Kulturherberge Wernershöhe statt, einem einfachen und besonderen Ort mitten im Naturschutzgebiet des Leineberglands zwischen Alfeld und Hildesheim. Auf einer Anhöhe gelegen, umgeben von Wiesen, Wäldern und weitem Himmel, bietet die Herberge viel Ruhe und Platz.
Wir nutzen das Haus während des Seminars exklusiv und teilen das weitläufige Gelände lediglich mit der dort lebenden Familie und den Mitbewohner. Rund um das Haus laden Wiesenund kleine Wege dazu ein, Zeit in der Natur zu verbringen.






Die Kulturherberge ist kein Hotel und kein Ort des Luxus. Sie ist eine alte, gemütliche und stellenweise in die Jahre gekommene Herberge mit einer warmen, einfachen und herzlichen Atmosphäre. Die Unterbringung erfolgt in acht Gästezimmern, überwiegend als Mehrbettzimmer.
Die Herberge wird seit vielen Jahren von einem gemeinnützigen Verein getragen und lebt von Menschen, die sie mitgestalten und beleben.
Anfahrt mit dem Zug
Am einfachsten reist ihr bis Alfeld, alternativ bis Hildesheim. Von dort bringt euch die Buslinie 44 nach Wrisbergholzen. Von der Bushaltestelle führt ein etwa 20-minütiger Spaziergang durch den Wald und eine Eschenallee hinauf zur Kulturherberge. Der Weg ist wunderschön und eine schöne Möglichkeit, in Ruhe anzukommen.
Wer gerne weiter läuft, kann auch direkt vom Bahnhof Alfeld zur Herberge wandern (ca. 1,5 Stunden).
Mit dem Auto oder Fahrrad
Die Kulturherberge liegt auf der Verbindungsstraße zwischen Hildesheim und Alfeld. Am höchsten Punkt der Strecke führt ein ausgeschilderter Privatweg direkt durch den Wald zur Herberge.
Gerne vernetzen wir euch vorab miteinander, damit Fahrgemeinschaften entstehen können.
Aufstellung & Selbstbegegnung
„Dein Körper spricht„
Ein traumasensibles Aufstellungsritual zur Wahrnehmung und zum Sichtbarmachen der Geschichte des eigenen Körpers, begleitet von einer gemalten Momentaufnahme in individueller Einzelarbeit.

Dein Körper trägt deine Geschichten, Erfahrungen und Gefühle wie ein Gefäß das alles speichert und erinnert, auf und unter deiner Haut und in deinen Knochen. Wir geben ihm eine Möglichkeit zu erzählen, was er mitteilen möchte und öffnen dabei einen sicheren Ort der Begegnung: mit dir selbst, mit dem, was war, und mit dem, was sich gerade zeigen möchte um das nach außen zu bringen, was im Inneren wirkt.
Der Ablauf
Zunächst wählst du intuitiv einige Farben aus – solche, die dich anziehen, berühren oder gerade zu dir sprechen. Dann legst du dich ohne Kleidung auf einen weichen, angenehmen Untergrund und bedeckst dich mit einem weisses Baumwolltuch. Darunter findest du Ruhe in deinem Körper. Das Ritual beginnt.
In Stille oder mit Musik beginne ich, auf deinem Körper zu malen. Die Farben fließen, die Bewegung folgt dem Moment. Ich nutze Farben, Linien und Flächen als Ausdrucksform und zeige dabei tiefe emotionale Schichten aus dem Unterbewußtsein, die es zeigen möchte.Das Tuch wird zur Leinwand für das, was entstehen darf.
Für wen ist dieses Angebot?
Für alle, die Neugierig sind und sich mit der Geschichte und den Themen im eigenen Körper auseinandersetzen möchten. Du braucht keine Vorerfahrungen, nur deine Bereitschaft, da zu sein.
Es ist eine Erfahrung. Und eine Erinnerung. Ein visuelles Sichtbarmachen von einer Schicht deines Seins, von dem was gerade in dir lebendig ist. Nicht das bemalte Tuch steht im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung selbst.
Termine: individuell nach Vereinbarung
Ort: Potsdam
Dauer: Die Sitzung findet einzeln statt und dauert etwa 90 min., inklusive Vor-und Nachgespräch.
Kosten: 150 Euro
Fragen und Anmeldung: hallo@ilan-meta.de
Das entstandene Körperbild gehört dir.
Naturverbundenheit & Gemeinschaft
„Einfach – draußen sein„
Wenn sich das Leben wandelt: Initiatische Arbeit in und mit der Natur

3 Tage in der Natur, in Gemeinschaft.
Wenn sich das Leben wandelt, begleiten wir – mit einfachen Ritualen, Naturerfahrung und innerer Ausrichtung. Wir schaffen Raum für Orientierung und Wandlung. Eingeladen sind alle Erwachsenen – mit und ohne Erfahrung im Draußensein.
Wir schlafen in einem großen wilden Garten – unter dem Tarp oder unter freiem Himmel. Wir kochen am Feuer und hacken unser eigenes Holz. Wir gehen mit unseren Themen in die umliegende Natur und kehren mit Erlebnissen zurück ans Feuer. Wir teilen unsere Geschichten und Wünsche. Wir hören einander zu und erkennen uns im Gegenüber. Wir erzählen uns unsere Träume. Und wir bewegen, wovon wir uns verabschieden und was wir Neues in unser Leben einladen möchten.
Ort: Nähe Freiberg, bei Dresden
Preis: ca 350,- € inkl. veg. bio. Verpflegung
Termin: Neuer Termin folgt. Wenn du zeitnah informiert werden möchtest, schreib uns gern eine E-Mail.
Anmeldung & Fragen: wald@lebensschule-ost.de
Leitung:
Katja Abraham: Dankbarkeit. Neugier. Überblick. Verbindung. Struktur.
Ilan Anita Hunke: Herausforderungen. Klarheit. Aufbruch. Koherenz.
Gela Rippel: Gemeinschaft. Intuition. Tatkraft. Musik. Freude.
Anmeldung und Fragen wald@lebensschule-ost.de
Wir können vieles allein, aber wir können nicht einander bezeugen, zuhören, gehört werden, uns spiegeln, inspirieren, füreinander da sein …
